Baugrube, rote „Leitungen“ & St.Martin,

So, viele Nervenzusammenbrüche später:

Lange ist es her und ich hinke tatsächlich etwas zurück mit der Berichterstattung. Auch wenn es unmöglich schien – es hatte sich letztendlich doch eine Lösung ergeben, für die wir nun nur einen Bruchteil zahlen mussten, die einfach und unkompliziert ging….

Stahlgitter auf die Hänge, Spritzbeton drauf, Fertig!

Auf die Frage warum man da nicht schon acht Wochen vorher drauf gekommen sei, hieß es nur vom Kellerbauer, der das nun gemacht hat, man habe ihn nicht danach gefragt…. HIIIIIIILLLLLFFEEEEEEE ! Acht Wochen schönstes Sommerwetter umsonst verstreichen lassen!!!!! Zumindest haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass der Bodengutachter Recht hatte und die Baugrube auch ohne Verbau gehalten hat. Zeit verschenkt – 30.000€ gespart.

IMG_23092

Nun denn, die Grube hält und es konnte nun endlich weiter gehen. Nachdem die Grube nach viel zu viel Regen abgetrocknet war und der Boden verfestigt wurde, hat man uns lustige rote Leitungen in die Baugrube gelegt.

Das sind die Heitzungsregister für unser Heizungssystem.

IMG_23115IMG_23126

Das ist im Prinzip der Wäremtauscher, der im Erdreich unter dem Haus liegen wird.

Wen das Heizsystem interessiert: www.immosolar.de

Darauf wurde nun endlich, nachdem der Handwerker einfach mal eine Woche lang verschollen war, jede Menge Sand verteilt, dann eine zweite Lage rote Register, dann wieder Sand, dann sechs LKW Ladungen voll Kies/Schotter, alles wird dann fest eingerüttelt, so dass es tragfähig ist.

In der Zwischenzeit kam St.Martin, wir wurden von unseren zukünftigen Nachbarn zum Mätensingen eingeladen, das erste Mal für Linus und Lars. Auf die Ausmaße waren wir jedoch nicht vorbereitet : ) Zusammen mit den anderen Anwohnern der Hofschaft sind wir durch den Turmweg gezogen. Gleich am ersten Haus gab es viel Süßkram für die Kinder und Hugo, Sekt, Bier, Schnaps, etc. für die Erwachsenen. Nächstes Haus, gleiches Spiel, drittes Haus – besser mal einen Likör auslassen, …. und so sangen sich die Kinder durch 27 Häuser und danach hätten die Eltern wohl auch singen können (wir haben uns dann doch beherrscht).

Schlussendlich wurden wir noch von den besten zukünftigen Nachbar der Welt zum Essen eingeladen, die Kinder und wir hatten viel Spaß und es war ein großartiger Abend! Außerdem haben die Jungs 6Kg Süßkram erbeutet !!!!!IMG-20131109-WA0014

Alles in Allem geht es nun endlich weiter auch wenn wir nun das haben, was eigentlich niemand wollte – Bauen im Herbst/Winter! Wir sind von den Temperaturen abhängig, nun darf es nicht frieren, dann kriegen wir ab morgen auch unsere Bodenplatte und in den nächsten zwei Wochen auch unseren Keller. Dass das Aufstellen des Hauses unser Weihnachtsgeschenk wird, scheint zwar möglich jedoch verlassen wir uns nicht mehr darauf.

Umzug bisher Ende Mai/Anfang Juni – dieser Zeitplan ist aber kein Fixum und bei unserem Glück muss ich Linus von Solingen aus nach Leichlingen zur Schule fahren. Dort haben wir ihn nämlich nun angemeldet und am 21.8.2014 ist Einschulung – ob wir in Witzhelden wohnen oder nicht….

* Ein Silberstreif am Horizont *

Unfassbar! Kaum wartet man 7 (in Worten: SIEBEN) Wochen, schon geht es weiter – zugegeben, erst nächste Woche…..

Nachdem die Planungen des Verbaus bis Plan F vorgedrungen waren, weil immer ein Parameter bei den Varianten A-E nicht passte, mussten wir dann wegen völlig utopischer Kosten die ganze Sache komplett fallen lassen. Die Angbeote stiegen von 15.000€ bis zuletzt 40.000€, wobei uns jede angefragte Firma immer sagte: „Ach, das können wir einfacher und günstiger!“ Auch die Verbau-Methoden waren abenteuerlich bis absurd, von Vernagelung bis Eisenträgern, die 10 m waagerecht ins Erdreich gebohrt weden, bis unter das Haus des Nachbarn wohlgemerkt! Wir haben ja vorher schon erwähnt, dass sich die Ähnlichkeit zum Bau von Stuttgart21 aufdrängt…. Kurzzeitig dachten wir schon, dass uns auf ewig ein großes Baggerloch bleibt, einige fragten schon nach kostenlosem Eintritt in unser tolles „Freibad“.

Nun gibt es aber einen wirklich Plan, der sich zu realisieren scheint und mit ca. 8.000€ geradezu geschenkt ist – ein Schnäppchen! Da haben wir zugeschlagen! Nach einer Krisensitzung vor Ort am Montag, gibt es nun das Ergebnis, dass der Tiefbauer Mitte nächster Woche beginnen und binnen einer Woche fertig werden kann. Alle anderen Arbeiten schließen sich zügig an, damit die Baugrube als bald möglich überflüssig wird und wieder verfüllt werden kann. Gesichert werden die Grubenwände nun durch eine Betondecke mit eingelegten Stahlgittermatten, das ganze deckt dann die schrägen Wände wie eine Decke aus Beton zu. So einfach wäre die Lösung gewesen! Außerdem wird anders geböscht, dabei fällt zwar die Hälfte des  gepflasterten Zufahrtswegs weg, der könnte aber eh besser sein, so dass wir am Ende noch einen schönen neuen bekommen.

Hoffen wir das Beste!!!!!!!!! Ich glaube es erst, wenn ich es sehe…

Die Hoffnung haben wir aber nicht aufgegeben, denn wir haben uns nebenbei auch noch gleich für eine Leichlinger Schule für Linus entschieden, mit Zuversicht, dass er dort auch im nächsten Jahr eingeschult werden kann.

Wir freuen uns nach wie vor auf das Ergebniss wenn gleich wir auch nicht mehr zum Auspumpen der Grube kommen müssen. Wer gerne einmal in den Genuss kommen möchte, ist vor Wiederaufnahme der Bauarbeiten herzlich eingeladen, sofern es bis dahin noch einmal regnet.

 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht…

Ein kleiner Scherz in eigener Sache – danke, Mama, für diesen schönen Comic!comic

Zum aktuellen Stand: wir haben die Baugrube bisher einmal ausgepumpt, da für das Wochenende wieder Regen angesagt wurde, sind wir froh, dass wir uns bereits mit dieser Tätigkeit vertraut machen konnten.

Bisher wurde noch keine Spezieltiefbaufirma gefunden, die den Verbau errichten könnte, es sei denn wir zahlen dafür exorbitante Summen. Der dazu gehörende Aufwand erinnert doch an einen U-Bahn-Bau  – also doch Stuttgart 21, ich hab´s ja gewusst. Außerdem erscheint die Baugrube allen Beteiligten zu groß. Es besteht die Befürchtung, dass der Aushub nicht nach Plan geschehen ist. Also muss zusätzlich noch einmal der Vermesser bestellt werden. Der Bau ruht nun seit über einer Woche – Wiederaufnahme noch nicht in Sicht.

Ach ja… HERRLICH!

 

Hallo Hiob :(

Bautopp #1

War ja klar, dass es nicht einmal eine Woche lang gut laufen würde. Unsere Baugrube erinnerte schon die letzten Tage an den Bau von Stuttgart 21…. es klafft ein ungeheures Loch im Grundstück. Die Außmaße haben die Nachbarn veranlasst uns zu fragen, warum wir eine Tiefgarage in Parkhausgröße bauen und ich selber habe schon überlegt, ob fälschlicherweise die Pläne für den Bau des örtlichen Krankkenhauses an den Tiefbauer gegeben wurden. Da der Boden noch schlechter ist, als erwartet, drohnt nun die Baugrube einzustürzen, darum hat der Tiefbauer vorerst das Handtuch geschmissen – das Risiko sei ihm zu groß. Bevor wir nicht eine ordentliche Absicherung haben, kommt er nicht wieder – sogar die Bagger wurden abgezogen. Das Abstützen der Baugrube hört auf den schicken Namen „Berliner Verbau“. Was sich so schick anhört („oh, seht her, wir haben einen Berliner Verbau!“) kostet aber im schlimmsten Falle 17.000€…

Schnappatmung – Herzinfarkt

und weil einem solchen Abend noch das Tüpfelchen auf dem i fehlt, hat Lars sich auch noch im Schwall in das Auto erbrochen…. das nenne ich Statement.

 

Ist es nicht schön….. ?!

Endlich hat es begonnen! Sechs Wochen nach Baugenehmigung und nach weiteren Wahnwitzigkeiten ging nun doch alles ganz plötzlich. Innerhalb von wenigen Stunden haben wir nun ein teilweise gerodetes Gartengrundstück und ein wunderschönes Loch inklusive zweier riesieger Berge…! Es ist der Wahnsinn! Aber seht selber:

VORHER:

IMG_22662 IMG_22666 IMG_22669

NACHHER:

IMG_22677 IMG_22710 IMG_22708 IMG_22692 IMG_22683

Es geht wirklich los und wir sind aufgeregt und sehr gespannt!

Nachdem ein Teil (!) des mannshohen Brombeergebüschs nun zu einem 4-5m hohen Berg aufgetürmt wurden, konnten wir auf unserem Grundtsück tatsächlich auch Bäume finden – wir sind stolzer Besitzer dreier Birken und zweier Eichen, außerdem wachsen auch ein paar große Wildweiden dort, die aber wohl weg kommen – Leute mit Sachverstand meinen alle es sei das Unkraut unter den Bäumen – war uns natürlich sofort klar 😉 Gut, dass es Nachbarn gibt, die man fragen kann!

Auf die Plätze, fertig…

Es ist soweit….

Nach einer mehrjährigen Suche und unzähligen Überlegungen, Besichtigungen und erfolglosen Kaufversuchen haben wir unseren Platz zum Leben gefunden – aber wie heißt es doch: „…drum prüfe, wer sich ewig binde…“.

Das war im März 2012, im Juli dann die notarielle Unterzeichnung in der Hoffnung, jetzt könne es ja losgehen, wir nannten ja nun 2300qm unser Eigen. Weitgefehlt…..

Wir hatten seither Gelegenheit das Bauamt Leichlingen in allen Facetten kennenzulernen. Sogar den Bürgermeister haben wir schon gesprochen, eine Erfahrung auf die man besser verzichtet hätte. Was haben wir nicht alles erlebt: Ein Seitenstreifen, der angeblich der Stadt schon gehörte, weil er ja so wichtig sei um die Kriterien einer öffentlichen Straße zu erfüllen, der dann doch laut Kaufvertrag an uns über ging, weil dieser Schritt von Seiten der Stadt und von Seiten des Verkäufers versäumt wurde. Nach einem Vierteljahr ohne Rückmeldung des zuständigen Beamten waren alle Eintragungen rechtens, der Kaufvertrag wurde umgesetzt.  Nun sollte doch alles anders kommen!

Der Kaufvertrag sollte nun auf Wunsch der Stadt, die vorher durch völlige Untätigkeit glänzte, wieder über den Haufen geworfen werden. Und weil die städtischen Mitarbeiter selber die Übernahme des Randstreifens unseres Grundstücks ja vermasselt hatten, sollten wir nun das Nachsehen haben – nur fair! Und weil das offenbar nur ein Vorgeschmack auf die kommenden Geschmacklosigkeiten sein sollte, teilte man uns mit, dass die zum Kauf gehörende Bürgschaft für eventuell entstehende Straßenschäden einfach mal nicht anerkannt werden sollte weil…., ja, weil die Stadt Leichlingen das einfach nicht möchte! So!

Von da an hieß es „ohne Bürgschaft keine Baugenehmigung“…. Moment mal! Irgendwas läuft da gerade falsch, so dachten wir – welche groteske Selbstüberschätzung! Und in unserer unendlichen Naivität glaubten wir auch noch die fehlerhafte und widersprüchliche Bausatzung zu unseren Gunsten auslegen und das Haus auf dem Grundstück nach unseren Vorstellungen positionieren zu können. Um nicht sagen zu können, wir hätten es nicht versucht, wurde also eine Bauvoranfrage gestellt, bei der kurze Zeit im Raum stand, je nach Auslegung der Satzung möglicherweise gar nicht auf unserm Grund und Boden bauen zu können.

Lief ja super.

Wochen und Monate gingen ins Land, die Bauvoranfrage wurde abgelehnt, wir sprachen mit Stadtratsmitgliedern, Dezernenten, Sachbearbeitern und dem Bürgermeister – stets ohne Erfolg. Wir arrangierten uns mit den stets nachvollziehbaren Vorschriften und dem von der Stadt gewünschenten Standort. Reichten einen neuen Bauantrag ein.

Euphorisch harrten wir der kommenden Reaktionen des Bauamts; kurze Zeit später die telefonische Nachricht an unsere Architektin, dass ein Formular fehle. Die schriftliche Benachrichtigung folgte auf dem Fuße – fast zwei Wochen später. Bitte reichen Sie Formular bla bla bla nach § bla Absatz 5 ein – der Paragraph hat nur drei Absätze, selbst in der älteren Fassung sind es nur vier…. nun gut, wir wollen ja nicht kleinlich sein.

Die Bearbeitungsfrist des Bauamts ging vorüber und da wir unseren Ruf als lästige Querolanten nicht noch verstärken wollten, haben wir erst dann vorsichtig über unsere Architektin nach dem Stand der Dinge fragen lassen. Von nun an wurden wir alle Zeugen einer amüsanten Partie Beamten-Mikado par Exellance! „Oh, wie schön, dass Sie anrufen, dann ziehe ich mir von Zeit zu Zeit die Akte mal aus dem Stapel“, oder auf unsere Bitte nach Erklärung der Notwendigkeit einen Pflanzplan bereits vor Hausbau einreichen zu müssen „Herr T., der möchte nicht mit Ihnen reden“ waren da nur einige der rafinierten Spielzüge bei dem in Beamtenkreisen beliebten Spiel. Es gipfelte in Arbeitsverweigerung unserer stets freundlichen und äußerst kompetenten Sachbearbeiterin, die  jedoch zu keinem Zeitpunkt sagen konnte, wie lange es noch dauern würde. Auch nicht, als wir in drei kurzen Telefonaten die zwei letzten Stellungnahmen von Artenschutzamt (!) und Forstamt selbst besorgten – man sollte uns schließlich nicht Untätigkeit vorwerfen können – die angeblich noch zwei Monate auf sich warten lassen sollten.

Und jetzt, wo wir eigentlich bereits in unserem Eigenheim wohnen sollten, haben wir sie nun

DIE BAUGENEHMIGUNG !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wir sind also fast im Zeitplan…. ; )